Freitag, 29. Oktober 2010

Matthias Pfannmüller: Jaguar Coupés 1932-2007

Bild: Motorbuch Verlag

„Das klassische Coupé verfügt über zwei Türen, ein festes Dach und viel Leistung. Es bietet relativ wenig Platz, ist dafür exklusiv, von eleganter Gestalt und vergleichsweise teuer“. Kürzer und treffender lässt sich der Begriff „Coupé“ kaum definieren – zumal, wenn es sich um die edlen Zweitürer von Jaguar handelt. Matthias Pfannmüller erzählt in seinem Buch „Jaguar Coupés 1932-2007“ die Geschichte der geschlossenen Zweitürer aus Coventry.

Sachlich, doch unterhaltsam tut er dies, obwohl der Untertitel „75 Jahre Luxus und Leidenschaft“ die Essenz einer Hingabe an klaustrophobisch enge und teure Wagen mit komplizierter Technik vermuten lässt. Und irgendwie ist es das auch. Auf geschmackvoll graubeige bedrucktem Papier beginnt Pfannmüller seine chronologische Darstellung mit einer Einführung in die Geschichte der Swallow Sidecar Ltd. und der daraus entstehenden Marke Jaguar, an deren Ursprünge jeweils William Lyons stand.

Ausgerechnet das erste „eigene“ Auto der Marke, der S.S. One als flaches „Fixed head coupé“, entsprach formal nicht den Vorstellungen seines geistigen Schöpfers: Lyons war während der Umsetzung seiner Idee erkrankt und fand sich nach seiner Rückkehr vor vollendete Tatsachen gestellt. „Als Lyons...frisch genesen in die Firma zurückkehrte, war er außer sich – der Prototyp schien ihm zu kantig, nicht wohl proportioniert und überhaupt – viel zu wenig galant!“, lässt der Text einen aufgebrachten Chef vermuten. Der entschied natürlich gleich über eine neue Formgebung für die Serie 2, die im SS Airline mit seinem modischen Rundheck 1935 einen weiteren Höhepunkt markierte. Doch galt dieser Wagen per definitionem nicht als Coupé. Trotzdem findet er Erwähnung in Pfannmüllers Buch, das fokussiert, doch in seiner Darstellung nicht beschränkt wirkt.

Von der „verhinderten Schönheit“ SS Jaguar 100 FHC geht es weiter über XK 120, 140 und 150, und natürlich E-Type und XJS bis hin zum modernen XK. Es werden keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse dargeboten, „nur“ ein Kompendium aller jemals gebauten Jaguar-Coupés vor dem Rahmen einer allgemeinen Markenhistorie. Das ganze ist mit technischen Detailzeichnungen und -Fotos gespickt, die so manches „Aha-Erlebnis“ auslösen können.
Auch die Kreationen unabhängiger Karossiers kommen nicht zu kurz, und angesichts der Coupéhüllen, die Pininfarina, Ghia, Bertone oder Zagato auf XK-Chassis schneiderten, stellt sich die Frage, ob Jaguars Originale wirklich soooo gelungen waren. Wie zur Entkräftung aller ketzerischer Gedanken steht hierzu der dogmatische Satz zu lesen: „Die Ausgewogenheit des Serien-Coupés blieb unübertroffen.“.

„Jaguar-Coupés“ ist ein Buch, das von einer solchen Ausgewogenheit lebt. Kapitel für Kapitel steigert sich die Dynamik, nicht nur durch die Fahrzeuge selbst. Ungewöhnlich: Fließtext und Bildmaterial sind jeweils in geschlossene Einheiten getrennt. Doch das funktioniert. Mehr noch: Der Text wird zum Ruhepol für den Leser, bevor die Bilder ihre verführerische Kraft entfalten. 
In einem Wort: Ein sinnvoll konzipiertes Buch, das nicht nur ausgesprochene Jaguar-Fans im Regal haben sollten. Es braucht relativ wenig Platz, ist dafür exklusiv, von eleganter Gestalt – und dabei nicht mal teuer.

Matthias Pfannmüller: Jaguar Coupés: 1932-2007 – 75 Jahre Luxus und Leidenschaft.
Motor Buch Verlag 2008. ISBN: 978-3-613-30609-7. Preis: 19,95 €

Freitag, 15. Oktober 2010

Frankfurter Buchmesse 2010: Automobile Randerscheinungen (Teil 1)

Die Frankfurter Buchmesse ist nicht nur ein Tummelplatz für vergeistigte Literaten. Auch der Autofreund kann sich dort vergnügen, sofern er den „Blick“ hat. Nein, nicht den, der die Menschen reihenweise tot umfallen lässt (was, zugegeben, ob der Enge in den Messehallen manchmal praktisch wäre...). Der „Blick“ lässt ihn wie fremdgesteuert zu „seinen“ Büchern eilen. Kurz gesagt: Ich hab' ihn. Sehr zum Leidwesen meiner regelmäßigen Begleiter. Was ich entdeckt und durchgeblättert habe, will ich hier vorstellen. Ich schildere dabei lediglich meinen jeweils ersten Eindruck – aber der zählt ja angeblich auch auf anderen Ebenen.

Mein Weg führte als erstes zur Stiftung Buchkunst. Die schlechte Nachricht vorweg: Seit zehn Jahren hat es kein Autobuch mehr zu einer Auszeichnung als schönstes (Sach)Buch gebracht. Warum eigentlich? Ja, warum...
Nun, 2010 wurden mindestens zwei Titel eingereicht, ohne jedoch über die erste Beurteilung durch die Vorjury (Dauer: etwa 2 Minuten) hinaus zu kommen. Als da wären:


Bild: Piper Verlag
Perspektive Porsche / Passion Porsche

„Das repräsentative Werk zum neuen Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen: ein opulenter Doppelband im Schuber zur Architektur und zu den Autos, der Maßstäbe setzt – wie das Museum selbst.“, heißt es auf der Verlagshomepage. Und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt. Das Werk umfasst zwei Bände, jeweils in Breitformat mit Schutzumschlag und Lesebändchen, die in einem engen Schuber geliefert werden. Gestalterisch passt das ganze tatsächlich gut zu dem Betonklotz, der nunmehr das Porsche-Museum beherbergt – mehr aber auch nicht. Wirklich aufregend ist die Gestaltung nicht, eher durchschnittlich. Aber ausreichend, wenn es gegenüber Laien den stattlichen Preis von 118,00 € zu rechtfertigen gilt. Mein Eindruck: Ein Imageklotz, der teuer bezahlt werden darf. Wer weiß mehr über Thema und Inhalt?
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Perspektive Porsche / Passion Porsche. Piper Verlag 2009. 392 Seiten mit 280 Fotos und 600 Abbildungen, Preis: 118,00 € [D]. ISBN: 978-3-492-05229-0


Bild: Motorbuch Verlag
Mini Design: Past Present Future

Man kann den New Mini schön finden oder nicht. Das Buch über sein Design aber mit einem billig glänzenden (und damit Motorbuch Verlag-typischen) Schuber bei der Stiftung Buchkunst einzureichen ist entweder leichtsinnig oder saublöd. Zumal das Layout und die Herstellungsqualität des Buches – so ging aus dem beiliegenden Bewertungsbogen der Vorjury hervor – elementare Schwächen aufweist, die natürlich knockout-Kriterien sind. Für 98 € nicht nur ob der Thematik ein schrecklich schönes Vergnügen!
Othmar Wickenheiser: Mini Design - Past Present Future. Motorbuch Verlag 2009. 408 Seiten mit 88 s/w Bildern und 1063 Farbbildern, Format 297 x 297 mm, Preis 98,00 €. ISBN: 978-3-613-03123-4


Wenn Verlage und Buchgestalter das trotz einer solchen thematischen Steilvorlage nicht besser hinkriegen, weiß ich ja auch nicht...
Zurück in Halle 3 bei den großen Publikumsverlagen ließ ich den „Blick“ die Gemeinschaftspräsentation der Kleinstverlage abscannen. Meine Begleiterin Wiebke half sogar dabei, besten Dank nochmal. Ergebnis: Ein mittelgroß-quadratisches Kleinod!


Bild: http://www.schmidtkult.de
Schmidtkult-Chapron – Eine automobile Hommage

Der 2007 verstorbene Künstler Michael Schmidtkult machte „Autokunst“. Das bedeutete konkret: „Das Aufgreifen, Interpretieren, Arrangieren und Umwandeln ästhetisch-stilistischer Komponenten klassischer Fahrzeugteile“. Ein fünfköpfiges Team aus Freunden und Familienangehörigen wollte die Erinnerung an Schmidtkults Werk aufrecht erhalten und gab zwei Bücher heraus. „Schmidtkult“ behandelt die Kunst- und Designobjekte, „Schmidtkult-Chapron“ beschäftigt sich mit dem vom Künstler persönlich in 2.202 Stunden ausgeführten Umbau einer Citroën DS zu einem Chapron „Le Caddy“ Cabriolet. Das 48 Seiten starke Paperback zeigt dies in einigen hundert Bildern, der Text ist in Deutsch und Französisch verfasst. Für 50 bzw. 20 € sind die Bücher zu haben, hier kann man reinschauen und bestellen!

Soweit Teil 1, bald geht's weiter...

Freitag, 8. Oktober 2010

Preis-Tipp: Luxury Toys Classic Cars

Alle Fotos: www.teneues.com
Mein Erstkontakt mit diesem Buch ist schon ein paar Jahre her. Zwischen Kaschmirpullovern und Hermès-Krawatten lag es in einem teuren Mannheimer Modehaus herum, zusammen mit anderen Titeln einer Reihe über Luxus-Spielzeug. Ich kaufte weder Krawatte (sowas kommt mir als Fliegenträger eh' nicht an den Hals!) noch Pulli – und erstrecht kein Buch. Einerseits fand ich den Gedanken befremdlich, ein Buch in einer Kleidertüte durch die Fußgängerzone zu tragen: Falls mich die Straßenbahn der Linie 4 im Samstagsgewühl zufällig überrollt, dann doch bitte weithin als Leser erkennbar. Außerdem gebe ich kleinlaut zu, dass alle drei aufgezählten Waren mein Budget jeweils schon einzeln überstiegen – und mein familiärer Anhang ohnehin froh war, beim Einkaufsbummel mal nicht mit Altblech konfrontiert zu werden.


Nichtsdestoweniger war „Luxury Toys Classic Cars“ passend platziert. Denn nicht Auto-Mode von der Stange, sondern die „haute couture“ des Karosseriebaus ist das Thema des 26 x 32,5 cm großen Bildbandes. Es geht um Concours-Gewinner und solche, die es hätten werden können. Deren Rezept findet heute kaum noch statt: Man nehme einen zahlungskräftigen Kunden und schicke diesen mit seinen ausgefallenen Wünschen zu einem begnadeten, italienischen Karrosserieschneider à la Pininfarina oder Vignale. Der darf sich dann künstlerisch austoben und eine atemberaubend schöne Blechhülle über ein (nicht minder teures) Serienchassis dengeln.

Paolo Tumminelli hat als Herausgeber viele historische Fotos zusammengetragen, die einige der so entstandenen automobilen Glanzstücke in ihrem Urzustand zeigen. Sie wirken damit oft weniger glanzvoll, als sie heute auf den Concours d'Élégance im In- und Ausland präsentiert werden, totrestauriert oder besser als neu. Ein Glücksfall also für jeden, der sich für Automobildesign interessiert und die Prise Zeitgeist in einer blassen, improvisierten Farbaufnahme aus den 60ern zu schätzen weiß. Nur äußerst knapp sind die Fahrzeuge in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch kommentiert. Und dies, wie der Herausgeber im Nachwort anmerkt, ausschließlich mit absolut gesicherten Informationen. Text in homöopathischen Dosen, leicht bekömmlich und sprachdidaktisch wertvoll.


Schade nur, dass das historische Bildmaterial mit aktuellen Aufnahmen gemischt wurde, die sich manchmal durch Unschärfe, manchmal durch unspektakuläre Motivwahl auszeichnen. Die von der Thiesen KG beigesteuerten Bilder des Aston Martin DB 6 Shooting Brake mögen beispielsweise als Verkaufsfotos ausreichend sein; für einen Bildband, der das Wörtchen „Luxury“ im Titel führt, sind sie aber zu unprofessionell, denn Proportionen und Form des Wagens werden nur unzureichend wiedergegeben. Auch trägt die Druckqualität nicht immer dazu bei, den Anspruch des Buches an sich selbst zu erfüllen.

Der teNeues Verlag verkauft das Buch gerade ab und hat es somit bereits aus der Preisbindung genommen. So ist es derzeit zu Preisen zwischen 15 und 21 € erhältlich und wird zum echten Schnäppchen. Sollte es Ihnen in einem Modehaus begegnen, greifen Sie zu – haute couture auf Rädern ist immer schick und passt perfekt zwischen zwei Buchdeckel.

Paolo Tumminelli: Luxury Toys Classic Cars. Kempen u.a.: teNeues Verlag 2008. Gebunden mit Schutzumschlag, 219 Seiten, ca. 20 €. ISBN: 978-3832792015.

Montag, 4. Oktober 2010

20th Century Classic Cars: 100 Years of Automotive Ads

Spaß muss nicht teuer sein, aber er darf so aussehen. Alles was Sie brauchen, ist ein wenig Phantasie und 29,99 €, gewürzt mit einem Fünkchen Interesse an amerikanischen Fahrzeugen aus allen Epochen. „20th Century Classic Cars: 100 Years of Automotive Ads“ heißt ein prächtig ausgestatteter Band aus dem TASCHEN-Verlag, der Sie in die fremde Welt der amerikanischen Autowerbung entführt.

Genauer gesagt ist das Buch eine „visuelle Automobil-Geschichte in Jahrzehnten mit über 400 Werbeanzeigen aus der Jim Heimann Collection“ mit Texten von Phil Patton, dem (Auto-)Designexperten der New York Times. Dieser beleuchtet in seiner Darstellung „technische Innovationen, historische Ereignisse und den Einfluss der Pop-Kultur aufs Fahrzeug-Design“.
Kein technisches Lehrbuch also, auch kein echtes Auto-Fachbuch, sondern eine Designgeschichte. Mehr noch: Eine Analyse der Wandlung der amerikanischen Automobilwerbung von ihrer Entstehung bis in die Gegenwart, die das Auto mal nicht als rein technisches Objekt, sondern als Ausdruck eines allgemeinen, kulturellen Zeitgeistes versteht.


Oldsmobile Starfire 98, 1957 (Bild: Taschen.com)
Ein Mammutprojekt? Beinahe. Jedes Jahrzehnt ist mit einer Einführung versehen, die in Englisch (Originaltext), sowie in deutscher und französischer Übersetzung vorliegt. Darin liegt ein kleiner Schwachpunkt, denn wenn in der deutschen Übersetzung von einem „hoch komprimierten“ V8-Motor gesprochen wird, aber eigentlich „hoch verdichtet“ gemeint ist, stutzt auch der ambitionierte Laie. Zumal technische Sachverhalte oft schon im englischen Text nicht differenziert genug ausgedrückt werden: Der Kleinwagen Honda 600 war im Jahre 1969 keineswegs „das erste Serienauto des Motorradherstellers“. Diese Unzulänglichkeiten sollten aber nicht überbewertet werden. Das Buch ist kein Nachschlagewerk zur Automobilgeschichte,  sondern das anschauliche (und kurzweilige) Soziogramm der amerikanischen Gesellschaft und ihres Automarkts: „Die Historie des Automobils ist die Geschichte einer ganzen Industrie. Eng mit Mode, Kunst, Film und Musik verknüpft, ist das Auto eine maßgebliche kulturelle wie auch ökonomische Größe.“, heißt es in der Einführung.


Ford Galaxie, 1960 (Bild: Taschen.com)
Auch Importwagen kommen nicht zu kurz, so z.B. der Renault 5, genannt „Le Car“. Er floppte auf dem „anderen“ Kontinent, trotz pfiffiger Werbeinszenierung. Nicht zu vergessen Mercedes-Benz, noch 1958 von seinem Importeur Studebaker-Packard mit Attributen wie „Haute Couture“ (220 S) oder „Sophisticated“ (300d) beworben. Konkrete Suchanfragen beantwortet ein nach Marken und Modellen geordnetes Stichwortregister am Ende des Buches. Das sollte zum Lesen und Blättern übrigens besser auf einem Tisch liegen: mit 480 Seiten und einem Format von 24 x 30 cm ist es für alles andere einfach zu riesig und zu schwer.




Wollen Sie nur knöcheltief in die amerikanische Autowelt eintauchen, wäre da noch das Buch „Cars of the 50s“, das schon für 4,99 € erhältlich ist. Neben einem (ebenfalls dreisprachigen) Einführungstext kommt das gut verarbeitete, fest gebundene Bändchen ohne weitere Kommentare aus, hier spricht die Werbung für sich. Eigentlich ein „Must-have“, wie der große Bruder.

Heimann, Jim/Patton, Phil: 20th Century Classic Cars: 100 Years of Automotive Ads. 480 Seiten, 23,8 x 30,2 cm, mit SU, 29,99 €. Taschen Verlag 2009. ISBN: 978-3-8365-1463-7

Als besonderer Service kann „20th Century Classic Cars“ auf der TASCHEN-Homepage durchgeblättert werden!

Heimann, Jim (Hg.): Cars of the 50s. 192 Seiten, 14 x 19,5 cm, mit SU, 4,99 €. Taschen Verlag 2009. ISBN: 978-3-8365-1427-9

Klassisch fahren und lesen mit Blech und Papier

Liebe Leser!

Im Jahre 2010 scheint das Analoge immer mehr obsolet zu werden. Verschiedenste elektronische Helferlein beherrschen den Auto-Wortschatz mit ihren Kürzeln und sorgen in den Steuergeräten herkömmlicher Pampersbomber für aseptisch-unverbindliches Vorwärtskommen. Autofahren ist so fade und schnellebig geworden, dass das urwüchsige Fahrgefühl im Old- oder Youngtimer so gefragt ist wie nie zuvor. Der zuweilen als lästig empfundene Spruch "Das war noch Blech!" drückt die Sehnsucht des Autofahrers nach Beständigkeit aus. Wo finden wir diese noch im mobilen Alltag, der mehr und mehr von Energiebilanzen als vom Spaß an der Fortbewegung bestimmt scheint?

Ferrari 250 GTO (Classic Days Schloss Dyck 2010)
Geht der Automobilist seinem Hobby nach, hat ihn überdies das Internet im Griff. Es überschüttet ihn täglich mit Inhalten zum Automobil und dessen Geschichte, durch alle Jahrzehnte, aus allen Blickwinkeln. Wo bleibt hier die Beständigkeit, die wir so sehr vermissen? Was heute angeklickt wird, könnte schließlich schon morgen aus der virtuellen Welt verschwunden sein. Die Lösung: Das Buch in seiner klassischen, papierenen Form. Jährlich schwemmt es in Hundertschaften auf den Markt und transportiert alle möglichen Themen über Old- und Youngtimer, die somit auch vom Sofa aus genießbar werden. Diese Bücher sind oft das Resultat jahrelanger Recherchen und mühevoller Kleinarbeit, und so manche Perle geht in der schieren Masse der Neuerscheinungen unter, ja bestenfalls bleibt sie als Geheimtipp einem engen Kreis Eingeweihter vorbehalten.

Bücherschrank in August Horchs Arbeitszimmer (August Horch Museum Zwickau)
Hier hat das Internet aber doch noch ein As im Ärmel: als Multiplikator kann es für gute Bücher Werbung machen – und deshalb gibt es dieses Blog. Hier sollen künftig Rezensionen zu Neuerscheinungen und zu antiquarischen Titeln erscheinen – kritisch, differenziert und mit einem Quäntchen Enthusiasmus für Thema und Medium gewürzt. Besonderen Wert lege ich deshalb nicht nur auf schlüssig und lesbar dargelegte Inhalte, sondern auch auf die Ästhetik des Buches selbst. Was gibt es betörenderes als schöne Autos in schönen Büchern?

Als Motorjournalist und Buchwissenschaftler treibt mich einfach die Leidenschaft. Und mit dieser bin ich in der Oldtimerszene wohl nicht allein. Kommentare sind daher ausdrücklich erwünscht, Tipps oder Warnungen (vor schlechten Büchern) ebenfalls. Wer außerdem mitbloggen möchte, möge sich melden, denn Gastautoren bringen Farbe in die Sache.

In diesem Sinne: viel Spaß beim Lesen!
Fredo